ONKOLOGIE (TUMOR-MEDIZIN)



Equines Sarkoid Immunologische Tumorbehandlung
Wir bieten Ihnen die immunologische Tumorbehandlung als alternative Methode zu üblichen Behandlungsform wie Chemotherapie an.

Die Behandlung ist eine neue "Immuntherapie"; dabei werden spezielle Immunzellen (sogenannte dentritische Zellen) aus dem Blut Ihrer Vierbeiner gewonnen.

Dentritische Zellen haben im Körper die Aufgabe, fremdartige Zellen zu erkennen und diese dann dem Abwehrsystem (spezifisches Abwehrsystem) zu präsentieren => Der Körper reagiert dann auf die fremdartigen Zellen. Die Therapieform regt die dentritischen Zellen dazu an, die körpereigenen Tumorzellen zu erkennen. Über Blut- und Lymphbahnen gelangen sie in die Lymphknoten und verursachen somit eine Immunantwort.

ZUSÄTZLICH erkennen und evtl. zerstören sie an anderen Orten im Körper metastasierte Tumorzellen.

Bisherig Behandlungserfolge gab es bei Hunden, Katzen und Pferden.

Ablauf
In der Regel wird der Tumor, soweit möglich, operativ entfernt. Aus diesem werden Zellen für die weitere Verarbeitung entnommen. Zusätzlich erfolgt eine Blutentnahme, aus der die dentritischen Zellen gewonnen werden.

Eine Woche danach erfolgt die erste Behandlungsimpfung in Tumornähe in die regionäre Haut. Im Abstand von circa fünf Wochen wird dieses Verfahren wiederholt (hierfür sind jeweils neue Blutproben notwendig).

Auch ohne körpereigenes Tumorgewebe kann die Immunantwort durch die dentritischen Zellen aus dem Blut hervorgerufen werden. Nebenwirkungen treten selten auf; manchmal kommt es zu Fieberschüben oder Hautreaktionen, wie es auch manchmal bei Impfungen vorkommt.

Spezielles zu dem equinen Sarkoid (eS)
Für die Behandlung des equinen Sarkoids gibt es viele (Fehl)-Informationen, die einen Pferdebesitzer teilweise sehr stark verwirren können. Aus den wissenschaftlichen und alltags Praxis – Erkenntnissen heraus empfehlen wir den Pferdebesitzern ein Vorgehen wie folgt:
  • Falls sich das equine Sarkoid (eS) an einer Stelle am Pferd befindet, die bei der reiterlichen Nutzung des Pferdes niemanden (Pferd und /oder Reiter) stört, sollte das eS solange unangetastet belassen werden, solange es sich in seiner Struktur nicht verändert
  • Falls sich das eS in seiner Form oder Struktur verändert, sollte es mit einer XTerra oder ähnlichen Salbe behandelt werden
  • Falls sich das eS an einer Stelle des Pferdes befindet, das bei einer reiterlichen Nutzung des Pferdes stören könnte oder bereits geringgradig stört, sollte es mit einer XTerra oder ähnlichen Salbe behandelt werden
  • Falls das eS deutlich stört, sich verschnellt in seiner Form oder Struktur verändert und dazu zusätzlich noch die reiterliche Nutzung deutlich einschränkt oder an einer ungünstigen Stelle anhaftet, sollte das eS invasiv operativ entfernt werden. Hierbei ist es wichtig, dass das eS vollständig entfernt wird und zusätzlich dazu eine genügend große Fläche um das eS herum.

Zusätzlich empfehlen wir nach solchen operativen Eingriffen oder nach dem akuten Abfallen eines eS, dieses SOFORT zur Hälfte geteilt in Formalin und die andere Hälfte in NaCl einzulegen.

Die in Formalin eingelegte Hälfte ist zur pathologischen Untersuchung angedacht, um einwandfrei die Diagnose eS stellen zu können.

Die in NaCl eingelegte Hälfte sollte in ein Speziallabor eingesendet werden, um eine Impfung herzustellen. In unserer Praxis haben wir hohe Erfolgsraten mit diesen Impfungen gegen das eS.


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