ONKOLOGIE



Ein leider immer wiederkehrendes Thema ist die Behandlung von Tumoren. Die Diagnostik selbst ist das eine. Den Besitzern es dann zu erklären und die Diskussion über das Pro und Contra für eine Behandlung und die immer wiederkehrende Frage, welche Behandlung Sinn macht, ist dann etwas ganz anderes.

Obwohl die klassischen Chemotherapie im Frühstadium oft sehr hilfreich sind, werden diese Therapieformen nach unseren Erfahrungen von den Tierbesitzern trotz vieler und intensiver Gesprächen zumeist nicht gewählt.

Deshalb haben wir bereits vor einigen Jahren nach Möglichkeiten gesucht, die man den Tierbesitzern als eine Alternative zur Chemotherapie anbieten könnte. Hierbei wurden wir bei einem Kollegen fündig, der in Zusammenarbeit mit unserer Praxis eine immunologische Tumorbehandlung anbietet.

Zur immunologischen Tumorbehandlung hier nun eine Erläuterung:

Immunologische Tumorbehandlung
Wir bieten Ihnen die immunologische Tumorbehandlung als alternative Methode zu üblichen Behandlungsform wie Chemotherapie etc. an.

Die Behandlung ist eine neue "Immuntherapie". Dabei werden spezielle Immunzellen (sogenannte dendritische Zellen) aus dem Blut Ihrer Vierbeiner gewonnen.

Dendritische Zellen haben im Körper die Aufgabe, fremdartige Zellen zu erkennen und diese dann dem Abwehrsystem (spezifisches Abwehrsystem) zu präsentieren. Der Körper reagiert dann auf die fremdartigen Zellen.

Die Therapieform regt die dendritischen Zellen dazu an, die körpereigenen Tumorzellen zu erkennen. Über Blut- und Lymphbahnen gelangen sie in die Lymphknoten und verursachen somit eine Immunantwort.

ZUSÄTZLICH erkennen und evtl. zerstören sie an anderen Orten im Körper metastasierte Tumorzellen. Bisherig Behandlungserfolge gab es bei Hunden, Katzen und Pferden.

Der Ablauf der Therapieform:
In der Regel wird der Tumor operativ entfernt. Aus diesem entfernten Material werden Zellen für die weitere Verarbeitung entnommen.

Zusätzlich erfolgt eine Blutentnahme, aus der die dendritischen Zellen gewonnen werden.

Eine Woche danach erfolgt die erste Behandlungsimpfung in Tumornähe in die regionäre Haut.

Im Abstand von circa fünf Wochen wird dieses Verfahren wiederholt. Jedoch sind dafür jeweils neue Blutproben notwendig.

Auch ohne körpereigenes Tumorgewebe kann die Immunantwort durch die dendritischen Zellen aus dem Blut hervorgerufen werden.

Nebenwirkungen treten selten auf; manchmal kommt es zu Fieberschüben oder Hautreaktionen, wie es auch manchmal bei Impfungen vorkommt.


Falls Sie zu diesem Thema Anregungen oder noch weitere Fragen haben sollten, so wenden Sie sich bitte direkt entweder schriftlich an unsere Tierärzte per email: info@pferde-praxis.com oder rufen Sie uns an : Tel.: +49 / (0)8728 / 445.


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